Knee osteotomy

Behandlungen

Korrekturosteotomien

Korrekturosteotomien

 

Eine Korrekturosteotomie ist ein knöcherner Eingriff bei dem die Beinachse, die Beinlänge oder die Beintorsion verändert werden. In den meisten Fällen werden Korrekturosteotomien durchgeführt um eine beginnende Arthrose auf der Innenseite des Kniegelenkes zu entlasten. (aus einem O-Bein ein gerades Bein)
Die Ursache einer Achsabweichung kann mannigfaltig sein. Konstitutionelle (angeborene) Achsfehler sind am häufigsten. Erworbene Achsfehler sind oft Folge von Knochenbrüchen. Gelegentlich kommt es zu Achsfehlern nach kompletten Meniskusentfernungen und in seltenen Fällen bei zuvor inkorrekt durchgeführten Korrekturosteotomien. (Uber oder Unterkorrekturen)

Angewandt wird die Korrekturosteotomie um das Gelenk vor verfrühtem Verschleiß zu schützen. Durch die neue Tragachse verläuft nach der Osteotomie die Belastung durch noch nicht verschlissene Gelenkanteile. Hierdurch kann der Gelenkersatz, also die Knieprothese oft jahrelang hinausgezögert werden.

Osteotomía
Osteotomía

Diese Art von Eingriff bedarf eines gesunden Knochens um die Knochenheilung zu gewährleisten. Aus diesem Grund ist dieser Eingriff biologisch jungen Patienten (bis ca. 50 Jahre) ohne systemischen Erkrankungen wie z. B. Diabetes vorbehalten.

Es handelt sich um einen komplexen Eingriff dem stets eine minutiöse Analyse der Achsfehler vorausgeht. Der Eingriff kann sowohl am Oberschenkel, am Unterschenkel oder auch an beiden Knochen erfolgen. Nach Durchtrennen des Knochens wird dieser um die zuvor berechnete Distanz verschoben oder gekippt und mittels spezieller Titanplatten verschraubt. Je nach Korrekturosteotomie kann eine Phase der Entlastung von bis zu 6 Wochen folgen. Nach erfolgter Knochenheilung wird das Titanimplantat samt Schrauben üblicherweise entfernt. Dies geschieht nach 6 bis 12 Monaten.